Haus für einen Rasentraktor, Köln

Fotografie von Viola Epler

  • Bauherr:
    privat
  • Planungs- und Bauzeit:
    2014 – 2015
  • Bruttogrundfläche:
    22 qm
  • Leistungsphasen:
    komplett

„Kartoffelkiste“, „Geräteschuppen“ und letztlich „Haus für einen Rasentraktor“, das Gartenhaus hat viele Namen.

Im bewaldeten Teil des Gartens versteckt es sich im Blattwerk und lugt ab und an hervor. Wie durch ein gerahmtes Fenster aus Büschen und Sträuchern blickt man von der Terrasse des Wohnhauses auf die rotbraune Holzfassade. Das zentrale Fenster zum Garten leuchtet bernsteinfarben in der Dämmerung.

Innen der klar gefasste Raum aus gelblichem OSB, außen die präzise gestaltete Diagonallattung aus unbehandeltem Bangkirai, welche die luftdurchlässige Hülle des Gartenhauses bildet. Je nach Bewegungsrichtung variiert dessen Erscheinungsbild.

Mal sieht man die Unterkonstruktion aus gegenläufig verlegten Bangkirai-Latten, mal verschwinden diese und die Lattung zieht sich flächig zusammen bis der Blick auf die Ecken wandet, an denen die Latten buchstäblich abknicken und ihre Richtung ändern.

Durch seine präzise gearbeitete Fassade irritiert es ein bisschen und fügt sich gleichzeitig behutsam in die Waldkulisse ein. Die Farbe des Holzes, das Schattenspiel der Bäume im Abendlicht… es knattert laut und der Rasentraktor fährt ein.